Phoenix Racing in Monza mit beiden Audi R8 LMS ultra unter den besten Acht

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Mit den Plätzen sechs und acht im gigantischen Starterfeld mit 60 GT3-Sportwagen erlebte Phoenix Racing einen starken Einstand in die neue Saison der Blancpain-Endurance-Serie (BES). Im Königlichen Park von Monza sahen GT1-Weltmeister Markus Winkelhock (D) sowie die Belgier Anthony Kumpen und Enzo Ide im Audi R8 LMS ultra mit der Startnummer 16 als Sechste die Zielflagge, im Schwester-Auto mit der Nummer 6 wurden Harold Primat (CH), Oliver Jarvis (GB) und Titelverteidiger Christopher Haase (DE) am Ende des Drei-Stunden-Rennens als Achte gewertet.

Nach diesem erfolgreichen Abschneiden hatte es nach dem Qualifying, das bei dieser kompakten Zweitage-Veranstaltung erst am Sonntagmorgen gefahren wird, noch nicht ausgesehen. Ide/Kumpen/Winkelhock kamen nicht über den 19. Startplatz hinaus, Primat/Jarvis/Haase mussten sich sogar mit der 34. Position zufrieden geben. Auf den vier langen Geraden auf diesem 5,793 Kilometer langen Hochgeschwindigkeitskurs waren die R8 in Punkto Topspeed sichtlich unterlegen.

Im Rennen mussten sich die Phoenix-Piloten durch den enormen Verkehr kämpfen und konnten nur dank einer fehlerlosen Leistung und der hohen Konstanz so viele Plätze gutmachen. „Nach einem guten Start habe ich gleich ein paar Plätze gewonnen, bis in Runde zwei ein anderes Auto in der Schikane vor mir stand und ich wieder Plätze verlor. Also begann ich erneut, Boden gut zu machen. Letztlich hatte ich einen schleichenden Plattfuss und musste früher als geplant zum Boxenstopp, was uns letztlich aber nicht allzu viel gekostet hat“, schilderte Enzo Ide seinen ersten Stint in der Nummer 16. „Mein Mittelstint war okay, doch der erhebliche Verkehr mit insgesamt langsameren, auf den Geraden aber sehr schnellen Autos machte mir das Leben im Cockpit ziemlich schwer. Umso mehr bin ich happy über den fünften Rang in der Pro-Klasse sowie den sechsten Gesamtrang“, ergänzte sein Landsmann Anthony Kumpen. Glücklich war auch Markus Winkelhock, der die Aufholjagd mit dem #16-Audi bis ins Ziel erfolgreich fortsetzte. „Von Startplatz 19 noch Sechster zu werden ist absolut akzeptabel. Unser R8 hat sich von Beginn an gut angefühlt, auch wenn noch nicht alles perfekt war. Wenn bei den nächsten Rennen die Geraden nicht mehr so lang sind, sind wir auf jeden Fall besser aufgestellt.“

Noch mehr Plätze als Kumpen/Ide/Winkelhock konnten Primat/Jarvis/Haase aufholen. „Nach dem Start habe ich nur versucht, mich aus allen Kämpfen herauszuhalten. Es war teilweise sehr eng, und ich wollte kein unnötiges Risiko eingehen. Trotzdem habe ich etliche Plätze gut gemacht“, so Harold Primat. „Für mein drittes Rennen in meiner neuen GT-Karriere war das sehr aufregend und alles andere als langweilig. Auf jeden Fall war es ein positiver Start in die neue Saison.“ So sah es auch Oliver Jarvis, der mit Phoenix schon in der DTM fuhr: „Wir wussten, dass es von Startplatz 34 ein hartes Rennen werden würde. Ich bin zufrieden mit meinem Stint, zumal es mir in den Tagen zuvor nicht gut ging. Das Phoenix-Team hat exzellent gearbeitet, und wir nehmen viel Positives zum nächsten Rennen mit.“ Wie seine Phoenix-Kollegen hatte Christopher Haase ebenso seine liebe Müh´ und Not mit den vielen Autos auf der Strecke, schließlich kamen 46 der 60 gestarteten GT3-Sportwagen ins Ziel. „Das war nicht einfach mit dem intensiven Verkehr. Über die Distanz waren wir ziemlich gut und am Ende immer noch konstant schnell. Wir haben heute wertvolle Punkte für Platz sieben in der PRO-Klasse und den achten Gesamtrang geholt. Das ist eine gute Ausgangsbasis für die nächsten Rennen.“

Primat/Jarvis/Haase kamen als Neunte ins Ziel, wurden nach einer Strafe gegen einen Konkurrenten jedoch als Achte im Gesamtklassement gewertet.

„Ein wahnsinnig spannender Auftakt der Blainpanc-Endurance-Serie mit einen gigantischen Starterfeld. Das war faszinierender Motorsport, der auch den Zuschauern im Fernsehen gefallen haben sollte, in Deutschland bei RTL Nitro und demnächst auch bei Eurosport“, zeigte sich Phoenix-Teamchef Ernst Moser beeindruckt. „Für Phoenix Racing endete der Auftakt mit einem Happy-end, mit den Plätzen sechs und acht haben wir nach dem bescheidenen Qualifying das Beste aus dem Wochenende gemacht.“

Der zweite Lauf zur Blancpain-Endurance-Serie wird am 18. Juni im englischen Silverstone ausgetragen.