Martin Tomczyk: lieber der Gejagte

Es war ein Bravour-Stück, das Martin Tomczyk aus dem Audi Sport Team Phoenix in Brands Hatch vollbrachte. Im Regen fuhr der gebürtige Rosenheimer mit seinem Schaeffler Audi A4 DTM souverän zu seinem dritten Saisonsieg. Zum drittletzten Rennen im Motopark Oschersleben kommt der Audi-Werksfahrer nun als Spitzenreiter in der DTM-Fahrerwertung. Ob nass oder trocken, ist ihm egal, aber Tomczyk macht im Interview klar, dass er lieber der Gejagte als der Jäger ist.
In der Startaufstellung zum DTM-Rennen in Brands Hatch fing es an zu regnen. Haben Sie sich gefreut oder nicht?
Martin Tomczyk: „Das war mir eigentlich egal. Ich weiß, dass mein Audi im Regen gut ist, dass er im Trockenen gut ist. Mir war es also wirklich egal. Vielen anderen aber offenbar nicht ... Bei der Abstimmung haben wir auf Erfahrungswerte gesetzt. Danke ans Audi Sport Team Phoenix. Es hatte die richtigen Erfahrungswerte und konnte sie umsetzen. Mein Auto war richtig schnell im Rennen.“
Wie schwierig fiel Ihnen dieser Sieg?
Martin Tomczyk: „Es war schon schwierig, am Limit zu fahren, weil sich die Streckenbedingungen immer geändert haben. Es gab sehr viel Regen, dann wurde es wieder trockener. So ging es im ganzen Rennen. Ich hatte drei Sätze Reifen. Alle waren etwas verschieden. Deshalb musste man ans Limit gehen, um vorn zu bleiben und seine Zeiten fahren zu können.“
Nach Brands Hatch kamen Sie als Jäger, in Oschersleben werden Sie der Gejagte sein. Was ist angenehmer?
Martin Tomczyk: „Auf alle Fälle komme ich lieber als Gejagter zu einem Rennen. Wenn man an einem Wochenende sieben Punkte Rückstand in einen Punkt Vorsprung verwandeln kann, ist das perfekt. Besser kann es nicht kommen nach so einer langen Sommerpause. Jetzt haben wir noch drei Rennen, geben Gas und sehen, wo wir dann stehen!“