24h Nürburgring 2021: Eine harte Nuss

24h Nürburgring 2021: Eine harte Nuss

Liebe Eifel, wir haben ein ernstes Wörtchen miteinander zu reden, denn unser Saisonhighlight hatten wir uns etwas anders vorgestellt!

Da wäre zunächst einmal die Sache mit dem Wetter. Regen und Nebel sind ja nichts Neues und haben in den letzten Jahren mehrfach zusätzliche Spannung ins 24-Stunden-Rennen auf dem Nürburgring gebracht. Doch in diesem Jahr war es einfach zu viel.

Mehr als 14 Stunden musste der Langstreckenklassiker unterbrochen werden. Wieso? Weil der Nebel so dicht war, dass man die sprichwörtliche Hand vor Augen kaum sehen konnte. Die Fans auf den Tribünen und am Streckenrand hätten jedoch mehr Action verdient. Schließlich waren sie es, die so lange auf ihre Rückkehr an den Ring warten mussten.

Die wenigen Stunden, in denen frei gefahren werden durfte, hatten es umso mehr in sich. In der Anfangsphase regnete es so stark, dass mehrere GT-Asse dem Aquaplaning zum Opfer fielen und sich von der Strecke drehten – darunter auch Robin Frijns. Sein belgischer Teamkollege Dries Vanthoor schied später infolge eines Einschlags aus, womit die Hoffnungen auf einen Podestplatz für unsere Besatzung der Startnummer 15 (Drudi/Frijns/Stippler/Vanthoor) platzten.

Ebenso wenig Glück hatte Michele Beretta im Schwesterfahrzeug. Der Italiener griff nach dem Neustart am Sonntagmittag ins Steuer der Startnummer 11 und lieferte sich enge Duelle um die Top-5-Plätze. Im Zweikampf kam es jedoch zur Berührung mit einem Gegner, was zu einem Abflug in die Streckenbegrenzung führte. Er und seine Stallgefährten Frank Stippler, Kim-Luis Schramm und Nicki Thiim beendeten das Rennen schlussendlich auf Position 17.

Doch trotz aller Turbulenzen, Wetterkapriolen und Herausforderungen haben wir herausragende Leistungen gesehen. Vincent Kolb, Jan-Erik Slooten, Max Hofer und Dennis Marschall meisterten die Strapazen und belegten am Ende den starken elften Platz. Das Quartett sorgte damit für das zweitbeste Audi-Ergebnis bei der diesjährigen Auflage des Langstreckenklassikers. Georg Weiss, Jochen Krumbach, Daniel Keilwitz und Indy Donje landeten im ebenfalls von Phoenix Racing betreuten WTM Racing Ferrari 488 GT3 auf dem 13. Rang.

„Unsere Mannschaft leistete an diesem Wochenende Außergewöhnliches“, resümiert Ernst Moser. „Der Einsatz von vier Fahrzeugen ist ein ehrgeiziges Unterfangen und nur mit einer eingespielten Crew und akribischer Planung möglich. Daher muss ich einen riesigen Dank an alle sagen, die in den letzten Wochen und Monaten so zielstrebig auf dieses Rennen hingearbeitet haben.“

Der größte Dank gebührt aber den Fans! Es hat gutgetan, euch an der Strecke wiederzusehen – egal ob auf den Tribünen, an der Nordschleife oder auf den Campingplätzen! Wir haben euch vermisst!

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Datum

7. Juni 2021

Kategorien

Phoenix Racing

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