Aufgetrumpft – Phoenix Racing mit Doppelerfolg in Dubai

Aufgetrumpft – Phoenix Racing mit Doppelerfolg in Dubai

Viel besser hätte das Debüt von Phoenix Racing im Prototypen-Sport wohl nicht laufen können: Am ersten Rennwochenende der Asian Le Mans Series gelang dem Team mit zwei dritten Plätzen auf Anhieb der erste Doppelerfolg. Was dafür nötig war?

Ein schnelles LMP2-Trio. Simon Trummer, Matthias Kaiser sowie Nicki Thiim demonstrierten im Oreca 07 #5 ihre geballte Klasse. Und das bereits von der ersten Sekunde an: Im Samstagslauf behauptete Trummer als Startfahrer seinen dritten Platz nicht nur, er schnappte sich in der ersten Runde direkt die Führung! An diese Leistungen knüpften Kaiser und Thiim nahtlos an und sicherten mit konstant schnellen Rundenzeiten am Ende den Podestplatz. Und wiederholten den Erfolg direkt am nächsten Tag.

Eine Extraportion Kampfgeist. Bei Langstreckenrennen kommt ein Team nur selten gänzlich ohne Zwischenfälle ins Ziel. Was wirklich zählt, ist bis zum Ende alles geben. Und das tat der Rennstall aus Meuspath. Warf eine unverschuldete Kollision, die im Anschluss einen Austausch der Heckverkleidung notwendig machte, die Mannschaft zu Beginn des Samstagslaufes zunächst weit zurück, ließ sich das Team nicht entmutigen und arbeitete sich bis in die Podestränge zurück. Diesen Biss bewies das Trio abermals am Sonntag. Bis zum Ende kämpften die Piloten um den zweiten Platz und mussten sich schlussendlich um nur knapp 14 Sekunden geschlagen geben.

Ein starkes Team. Konstant schnelle Rundenzeiten sind das eine. In einem vierstunden Rennen kommt es aber auf die gesamte Mannschaft an. Mit schnellen und vor allem fehlerlosen Boxenstopps sowie der passenden Strategie machten Boxencrew und Ingenieure den Doppelerfolg für Phoenix Racing in Dubai perfekt.

„Die gesamte Mannschaft hat an diesem Wochenende eine beeindruckende Leistung gezeigt. Beim Debüt direkt zwei Podestplätze einzufahren, ist nicht selbstverständlich. Darauf können wir durchaus stolz sein und selbstbewusst nach Abu Dhabi reisen“, resümiert Teamchef Ernst Moser.

LMP3-Duo komplettiert starken Auftritt

Auch die Crew im LMP3-Boliden #4 durfte mit ihrem Debüt zufrieden sein. Mit einem beherzten Rennen sicherten sich Leo Weiss und Jan-Erik Slooten im ersten Lauf prompt Rang fünf in der Klasse.

Dass das Duo das Potential für weitere starke Resultate hat, bewies es vor allem im Samstagsrennen. Lange Zeit hielten sich Slooten und Weiss im Ligier JS P320 #3 im Iron Force-Design in den Top-10 des Gesamtklassements und kämpften zweitweise um die besten drei Plätze in der Klasse. Am Sonntag sah es zunächst ähnlich vielversprechend aus, doch eine unverschuldete Kollision machte am Ende alle Hoffnungen auf ein zweites starkes Resultat zunichte. Moser zeigt sich dennoch zufrieden.

„Die Jungs haben sich unglaublich stark präsentiert. Nach einer so langen rennfreien Zeit in eine neue Serie einzusteigen und sich auf ein komplett neues Auto einzustellen, dazu auf einer für sie unbekannten Strecke, ist eine große Herausforderung. Diese haben Jan-Erik und Leo eindrucksvoll gemeistert“, erklärt der Teamchef und ergänzt: „Dass wir das Line-up kurzfristig umstellen mussten und Vincent nicht dabei sein konnte, ist sehr schade. Er wäre sehr gern gefahren, es war aber einfach nicht möglich, eine Sitzposition zu finden, mit der er voll angreifen kann.“

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Datum

14. Februar 2021

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